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Besuch aus Kiruhura, Ruanda beendet - Abbé Egide Gatali ist wieder zu hause im Land der tausend Hügel
Mit herzlichen Grüßen an die Menschen in Rheinbach verabschiedete sich am 1. September 2011 der Pfarrer der Partnergemeinde Kiruhura in Ruanda.
Höhepunkte waren zuvor die Sonntags-Gottesdienste in St. Martin und ein Treffen mit den Mitgliedern des Sachausschusses MISSION-ENTWICKLUNG-FRIEDEN. Bei Kaffee und Kuchen wurden Erfahrungen und auch Sorgen ausgetauscht. So stellte sich für Abbé Egide Gatali die Frage, warum nicht mehr Gläubige am Sonntag in den Gottesdiensten waren. In Kiruhura ist die Kirche mehr als gut gefüllt. Wer innen keinen Platz mehr bekommt, verfolgt auf dem Kirchplatz den Gottesdienst über Lautsprecher.
Etliche der Kirchenbesucher wohnen viele Kilometer von Kiruhura entfernt. Hin und zurück wird stundenlang gelaufen. Mütter tragen ihre kleinen Kinder in einem Tuch gewickelt auf dem Rücken. Nach den Gottesdiensten, sie dauern mindestens 90 Minuten, werden auf dem Kirchplatz Neuigkeiten ausgetauscht, dann beginnt der Heimweg.
Vor seiner Abreise hatte Abbé Gatali fünfhundert Kinder getauft, die Erstkommunion gespendet und vierhundert Paare getraut.
Zu seiner Pfarrei zählen etwa 18.000 Menschen, die verstreut in Dörfern wohnen. Die beiden Priester der Pfarrei besuchen mindestens einmal im Monat jedes Dorf, um dort Gottesdienst zu feiern. Die Wege dorthin sind unbefestigt. Es geht im wahrsten Sinne über Stock und Stein. In der Regenzeit kommt nur ein Fahrzeug mit Allradantrieb die Hügel hinauf und hinab. Das Auto der Pfarrei ist älter als zehn Jahre. Es wurde 2003 als Gebrauchtwagen gekauft, damals mit Spenden aus Rheinbach in Höhe von 8.000 Dollar mitfinanziert. Als im Januar Besucher aus Rheinbach in Kiruhura waren fiel der erste Gang bei diesem Fahrzeug aus, es schaffte es nicht mehr bis zum nächsten Dorf und so musste der Rest des Weges gelaufen werden. Der Zustand des Autos gibt Anlass sich Sorgen zu machen. Die letzte Reparatur kostete 300 Euro, viel Geld für die Gemeinde und niemand weiß, wann die nächste Panne auftritt. So sprach Abbé Gatali sein Sorgenkind Auto bei seiner Verabschiedung nochmals an. Er bat um finanzielle Unterstützung, damit er seine pastoralen Aufgaben erfüllen kann.
Der Vorsitzende des Sachausschusses MISSION-ENTWICKLUNG-FRIEDEN versprach, sich für eine Spendenaktion einzusetzen. Ein gebrauchtes geländegängiges Fahrzeug kostet etwa 13.000 Euro, in dieser Summe sind schon 2.000 €uro berücksichtigt, die der alte Wagen noch wert ist.
Spenden können im Pfarrbüro abgegeben werden oder per Einzahlung auf „Kath. Kirche St. Martin, Konto-Nr. 11374050 bei der Raiffeisenbank Rheinbach-Voreifel, BLZ 370 696 27“, Verwendungszweck „Auto Kiruhura“.
Für eine Spendenquittung bitte die Adresse angeben.
Im Jahre 2012 besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Kirchengemeinden 25 Jahre. Aus diesem Anlass der Partnergemeinde ein Auto zu finanzieren ist der dringende Wunsch der Mitglieder des MEF.
Franz-Josef Muschiol
Hier finden sich weitere Informationen zur Partnerschaft mit Kiruhura sowie zum Sachausschuss MISSION-ENTWICKLUNG-FRIEDEN (bitte anklicken!).
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