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Es gibt kein schlechtes Wetter… Chor der Pfarrei St. Martin Rheinbach auf Tour

„Verwöhnt von traumhaft schönem Wetter…“, so begann der Bericht über die Chorfahrt des Vorjahres. In diesem Jahr hatten sich die über 70 Teilnehmer der Jahresfahrt über Christi Himmelfahrt bei schattigen Temperaturen Magdeburg als Ziel gewählt – vielleicht hätte eine Fahrt nach Eisleben der Witterung eher entsprochen.

chor1Es gehört zur positiven Mentalität der Sängerinnen und Sänger, daß sie gleichwohl am zweiten Tag der Reise den Sehenswürdigkeiten der 1200 Jahre alten Stadt mit historischer Vergangenheit  einschließlich der nicht verborgenen Narben durch Kriege und Zerstörungen mit Begeisterung nachspürten. Auffallend die vielen gepflegten Grünflächen, die das historische Zentrum der ehemaligen Kaiserresidenz und preußischen Festung einrahmen. Die älteste Stadtkirche, die Johanniskirche, im romanischen Stil erbaut und nach zahlreichen Zerstörungen wurde zuletzt ab 1991 wieder aufgebaut. Noch imposanter der Magdeburger Dom, der erste gotisch konzipierte Bau einer Kathedrale auf deutschem Boden, die Otto I. mit antiken Kostbarkeiten aus Oberitalien ausstatten ließ. Umgeben vom Chorgestühl der Domherren aus dem 14. Jahrhundert testete der Chor zur Freude anderer Besucher die hervorragende Akustik  des Doms mit kurzem Gesang. Zwischen alten Klöstern, Kirchen, dem alten Rathaus mit dem alten Markt samt goldenem Reiter nimmt der Besucher Zeitgenössisches in Kauf – aber ein Schmankerl neuester Architektur, nämlich zwischen barocken Fassaden und  Modernem ist die ins Auge springende rosafarbene „Grüne Zitadelle von Magdeburg“, das sog. Hundertwasserhaus.

Am dritten Tag galt es mit Gottes reichem Regen die weitere Umgebung Magdeburgs zu erkunden. Die Fahrt führte zunächst nach Wörlitz. In unmittelbarer Nähe des kleinen Örtchens ist hier nach 1750 einer der frühesten und wohl auch schönsten Landschaftsparks Kontinentaleuropas entstanden. Wie herrlich muß es hier an einem sonnigen Frühlingstag sein – da hätte man auch die ins Wasser gefallene Gondelfahrt sicherlich genossen.

Ein weiteres Highlight dann das nächste Ziel: Die Stadt Wittenberg mit Schloßkirche und Stadtkirche, Lutherhaus, Melanchthonhaus, den Cranachhäusern und dem historischen Rathaus -  das Zentrum der Reformation schlechthin.

Der Höhepunkt der Reise war die Gestaltung des Gottesdienstes in der Kathedrale Sankt Sebastian. Die Kirche ist Mittelpunkt des Bistums Magdeburg, nach zahlreichen Bränden und Kriegen zuletzt als beeindruckend schlichte gotische Hallenkirche konzipiert und seit dem Frühjahr 2005 mit einer großartigen Eule-Orgel ausgestattet. Hier präsentierte sich der Chor unter der Leitung von M. Moskopp mit älteren Motetten, aber auch mit modernem Chorgesang.

Zufrieden und diesmal mit dem Phänomen Sonne am Himmel ging es nach einem Kurzbesuch in der Bauhausstadt Dessau zurück in die Heimat.

Für die hervorragende Planung und Ausführung der Reise, für Unterbringung und tolle Buffets, für Service und Betreuung – ja eigentlich für das von niemand zu erwartende durchgängige Engagement in der Sache konnte dem Vorstandsehepaar Trudchen und Egon Braun nur bescheiden  Dank und vergelt`s Gott gesagt werden.

 

Weitere Informationen zum Chor der Pfarrei St. Martin Rheinbach finden sich hier!