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Unsere Partnergemeinde Kiruhura in Ruanda

partnerausschussSeit 1987 besteht eine Partnerschaft zwischen der Pfarrgemeinde St. Martin Rheinbach und der Pfarrei "Unbeflecktes Herz Mariens" in Kiruhura. Dieser Ort liegt im Süden Ruandas, 18 km von Butare entfernt im gleichnamigen Bistum des zentralafrikanischen Landes. Die Partnerschaft wurde auf Initiative des Sachausschusses MISSION-ENTWICKLUNG-FRIEDEN und mit Unterstützung des damaligen Bischofs Gahamanyi gegründet. Bereits seit 1967 bestand eine Patenschaft der Pfarrgemeinde St. Martin für das Bistum Butare, begründet von Pastor Martin Becker, Pfarrer von 1964 bis 1972.

Ruanda ist etwa so groß wie Rheinland-Pfalz, ca. 90% der Menschen leben von der Landwirtschaft. Obwohl Ruanda ein relativ günstiges Klima hat, das Land liegt über 1.000 m über NN, führen die Bodenerosion, ausbleibende Regenfälle und das enorme Bevölkerungswachstum zu großen Versorgungsproblemen und immer wieder zu Hungersnöten. Die völkermördischen Auseinandersetzungen zwischen Hutu und Tutsi im Jahre 1994 hatten außer den unvorstellbaren sozialen auch große wirtschaftliche Probleme zur Folge, unter denen auch die Menschen in der Partnergemeinde bis heute noch leiden.

Aus diesem Grund ist dort die Förderung von sozialen und landwirtschaftlichen Projekten durch unsere Pfarrgemeinde weiterhin dringend nötig. Wie auch in den vergangenen Jahren wird unsere materielle Hilfe vor allem benötigt für den Bau von Lehmhäusern für Witwen und Waisen sowie für landwirtschaftliche Kooperativen (einfache Geräte, Saatgut, Zuchttiere) als Hilfe zur Selbsthilfe.

DelegationNeben der materiellen Hilfe sind Kontakte zwischen den Christen der beiden Pfarrgemeinden von besonderer Bedeutung. Seit dem Herbst 1988 waren wiederholt Priester aus Kiruhura zu Besuch in Rheinbach. Ein Gegenbesuch aus unserer Pfarrgemeinde war seit 1989 geplant, kam aber wegen einer Hungersnot (1990), wegen des Völkermords (1994) und der anschließenden instabilen Lage in Ruanda zunächst nicht zustande. In der Zwischenzeit wurde der regelmäßige Briefkontakt weiter intensiviert und war eine der Voraussetzungen für die Besuche Rheinbacher Delegationen in den Jahren 2000, 2002 und 2005.

Die Besuche bewirkten noch engere Kontakte zur Partnergemeinde, auch persönliche. Erleichternd kam hinzu, dass mit der Nutzung des Internets die Kommunikation gegenüber dem alten Postweg beschleunigt und sicherer wurde.

Im Laufe der Jahre entstand so zwischen dem Pfarrer von Kiruhura bzw. dem Komitee der Gemeinde (man könnte es mit unserem Pfarrgemeinderat vergleichen und dem PGR von St. Martin) eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das Gemeindeleben in Kiruhura veranschlicht ein Video, welches Abbé Egide hat kurz nach seinem Amtsantritt 2010 ein Video vom übersandt hat: Hier Klicken!

Im Januar 2011 fand nach über fünf Jahren wieder ein Rheinbacher Besuch in Kiruhura statt und hat unsere Partnerschaft bekräftigt. Einen Kurzbericht finden Sie hier! In Verbindung mit einer Gruppenreise zum Weltjugendtag in Spanien konnte Abbé Egide im August 2011 dann unsere Gemeinde in Rheinbach besuchen, einen Kurzbericht findet sich hier!

KINONI im Norden Ruandas

KiruhuraBeim Besuch des Landes im Jahre 2002 mit Pfarrer Pater Leo Wiczniewsky, SAC, übernachtete die Gruppe u. a. in Kinoni bei polnischen Pallottinern. Der Leiter der Station ist Pater Kristophe. Sehr schnell wurde den Besuchern klar, dass die Not der Bevölkerung hier an der Grenze zu Uganda noch größer ist als im Süden. Wegen der mit Lava durchzogenen Böden ist die Landwirtschaft schwierig. Hinzu kommt die Lage auf Höhen bis zu 2.000 m.

Beeindruckend ist das soziale Engagement der Pallottiner. Sie bauen Schulen und Wasserleitungen und bilden Jugendliche in handwerklichen Berufen aus.

Inzwischen wurde unsere Unterstützung auf diese Gemeinde ausgedehnt.

Frau Dr. DÜLL in Gikonko

Wenige Kilometer von Kiruhura entfernt gründete 1991 die deutsche Ärztin Dr. Uta Düll eine Krankenstation, die inzwischen zu einem Krankenhaus erweitert wurde. Die Kranken erreichen oft erst nach stundenlangen Fußmärschen die Klinik oder müssen dorthin getragen werden. Eine Krankenversicherung besteht in der Regel nicht. Die meisten Patienten können die Behandlung nicht bezahlen, stattdessen bringen sie Gemüse aus eigenem Anbau mit. Wer auch das nicht hat, sammelt Holz oder besorgt Wasser.

So ist Frau Dr. Düll auf Spenden aus Deutschland angewiesen. Wir unterstützen sie, u. a. auch durch den Erlös aus dem Verkauf der Holzarbeiten von F.-J- Muschiol.

Aktion der Messdiener an Kirmes für ein Krankenhaus in BRASILIEN

Seit vielen Jahren verkaufen die Messdiener zur Herbstkirmes Lose, um mit dem Erlös ein Krankenhaus in Cunha / Brasilien zu unterstützen. Auch hier wird wieder die ärmste Bevölkerungsschicht versorgt. In den letzten Jahren wurde eine gynäkologische Abteilung mit dem Notwendigsten ausgestattet. Der Sachausschuss MEF hat alljährlich die Erlöse der Messdiener aufgestockt. Damit unterstützt er die vorbildliche Arbeit der Jugendlichen.

Neben obigen "regelmäßigen Projekten" hat der Sachausschuss unterstützt:

  • Schulbesuch von Waisenkindern, Abbé Daniel, Ruanda;
  • Waisenhaus von Pater Simons, Ruanda;
  • Suppenküchen, Abbé Tatien, Ruanda;
  • Kindergarten/Familienzentrum in Gikondo, Abbé Francois, SAC, Ruanda;
  • Schulförderung über Pater Wilhelmi, SAC, Kamerun;
  • foundation human nature, Krankenstation für Indianer, Ecuador.

Dank der großen Spendenfreudigkeit unserer Gemeinde konnten in den letzten 6 Jahren über 100.000 Euro vergeben werden. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin! Wenn Sie ein bestimmtes Projekt unterstützen wollen, dann geben Sie es bitte an.

Für Ihre Spenden nutzen Sie bitte unser Konto Kath. Kirchengemeinde, Rheinbach, Nr. 11 374 050 bei der RaiBa Rheinbach, BLZ 370 696 27. Zuwendungsbestätigungen erhalten Sie auf Wunsch von der Kirchengemeinde.

Sollten Sie noch Fragen haben oder Auskünfte wünschen, wenden Sie sich bitte an die Mitglieder des Sachausschusses MISSION-ENTWICKLUNG-FRIEDEN.