Ruanda-Reise 2013 zur Schuleinweihung


Vom 10. – 19.11.2013 besuchten Doris und Franz-Josef Muschiol sowie Maria Kabira unsere Partnergemeinde in Kiruhura / Ruanda. Mit dabei war auch ein Ehepaar aus der Nähe von Bremen, das sich mit einer großen Spende am Bau der neuen Primarschule in dem zu Kiruhura gehörenden Dorf Gashoba beteiligt hatte. Sie hatten durch Rheinbacher Freunde von dem Projekt erfahren und spontan beschlossen, sich zu beteiligen. Von allen Beteiligten wurde die Reise aus eigener Tasche finanziert.

 

Für uns Rheinbacher war es nicht die erste Reise nach Ruanda. Im Vergleich zu früheren Reisen, zuletzt im Januar 2012, fielen uns sofort einige Veränderungen auf: Es wird viel gebaut. Das Straßenbild ändert sich. Überall ist Aktivität zu sehen.Und es gibt neue Bestimmungen: Die Menschen sollen nicht mehr, wie bisher üblich, verstreut auf den Hügeln leben, sondern sich in neu errichteten Dörfern ansiedeln. Einige dieser Ortschaften haben wir gesehen. So manchem Bürger fällt wohl die Umstellung nicht ganz so leicht. Für Häuser, die jetzt neu gebaut werden, gibt es bestimmte Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Diese betreffen vor allen Dingen die Größe des Hauses, zu verwendendes Baumaterial und die Art der Dachbedeckung. Auch die Dachbedeckungen älterer Häuser müssen diese Vorgaben erfüllen.

 

Hier hat unsere Partnergemeinde Kiruhura ein Problem. Das Dach der Kirche ist mit asbesthaltigen Platten bedeckt, die schon seit einigen Jahren erneuert werden sollten. Aus finanziellen Gründen ist das bisher nicht geschehen. Jetzt droht die Kirche geschlossen zu werden, falls das Dach nicht im nächsten Jahr erneuert wird.

 

Für unsere Reise gab es vor allen Dingen zwei Gründe:

Einmal wollten wir den neuen Pfarrer und den neuen Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees kennen lernen. Zufällig gab es in unserer Partnergemeinde etwa zeitgleich wie bei uns die gleichen personellen Veränderungen: neuer Pfarrer, neuer Vorsitz des Partnerschaftskomitees bzw. hier bei uns im Vorstand von Mission-Entwicklung-Frieden (MEF), und es gab auch in beiden Gemeinden eine Priesterweihe. Den Neupriester von Kiruhura konnten wir auch kurz begrüßen.

Der andere ganz wichtige Grund für die Reise war die offizielle Eröffnungsfeier der neu gebauten und von Rheinbacher Spendengeldern mitfinanzierten Primarschule von Gashoba. Die fand am Dienstag, dem 12.11.13 statt. Gashoba ist einer der Orte, die zur Pfarrei Kiruhura gehören.

 

Zur Erinnerung: Bei unserem letzten Besuch im Januar 2012 fanden wir sehr baufällige Schulgebäude vor, die wegen Einsturzgefahr unbrauchbar waren. Mehrere Schulklassen wurden in der Kirche, dem damals besterhaltenen Gebäude, unterrichtet. Franz-Josef Muschiol, zu der Zeit Vorsitzender des MEF, trat in Verhandlungen mit dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda, der schließlich zusagte, eine neue Schule in Gashoba zu errichten. Wir Rheinbacher sollten uns mit 20%, das sind 15.000,-€, an den Baukosten beteiligen.

 

Die Zusammenarbeit mit der Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda war möglich, weil die Pfarrei Rheinbach bis nach Rheinland-Pfalz hineinreicht. Der Bau wurde fristgerecht im September fertiggestellt. Es gibt zwei neue Blocks mit jeweils drei Klassenräumen und je Block einen 10.000 Liter fassenden Wassertank. Die alte Kirche steht daneben. Entgegen unserer bisherigen Annahme sind die sanitären Anlagen bisher nicht erneuert. Das folgt eventuell in einem weiteren Bauschritt. Die Schule hat 496 Schüler, 230 Jungen und 266 Mädchen, und neun Lehrer. Insgesamt gibt es neun Klassenräume, davon sechs neue. Vorher gab es 11 Klassenräume, wovon aber nur drei brauchbar waren.

Bei der Einweihungsfeier wurde in Reden, von Schülern aufgeführten Sketchen, traditionellen Tänzen und Musik, immer wieder die Freude und Dankbarkeit über die neue Schule zum Ausdruck gebracht. Dieses große, herzliche Dankeschön möchten wir an alle Spender weitergeben, die sich am Schulbau beteiligt haben.

 

In Afrika gibt es kein solch großes Ereignis ohne Gastgeschenk. Für die Gemeinde Rheinbach wurden uns zwei kleine Deko-Trommeln überreicht. Wir hatten für die Schule Gashoba zwei vom Weltladen gestiftete Fußbälle und große eingeschweißte Fotos unserer Kirche und aus dem Gemeindeleben als Geschenke dabei.

 

Am Sonntag, dem 17.11.13 überbrachten wir im Anschluss an die beiden Gottesdienste in Kiruhura Grüße unserer Rheinbacher Gemeinde. Eine Messe dauert in Afrika mindestens doppelt so lange wie bei uns. Mitsamt unserer Grußbotschaft, die auch ins Kinyarwanda übersetzt wurde, wurde es noch deutlich länger. Wir verbrachten den gesamten Vormittag in der Kirche. Anschließend wurden wir zur Tanzveranstaltung mit traditionellen Tänzen der katholischen Jugend eingeladen.

 

Als Gastgeschenke in Kiruhura überreichten wir einen gestifteten Meßkelch und ein gläsernes Kreuz als Symbol für unsere Glasstadt Rheinbach. Für unsere Gemeinde erhielten wir eine Fotokollage, die Szenen aus der Zeit unseres Besuches zeigt, und ein Zertifikat mit dem Text: „Die Pfarrei Kiruhura dankt den Christen der Pfarrei St Martin herzlich für ihre Hilfe während 26 Jahren.“ Alle Geschenke aus Ruanda werden im Kiruhura-Fenster in der Pfarrkirche Rheinbach gezeigt.

 

Sehr gerne richten wir die Grüße all der Menschen, die wir in Kiruhura getroffen haben, an die Gemeinde Rheinbach aus. Herzliche, freundschaftliche Grüße von allen!

 

Besonders herzliche Grüße bringen wir auch von Abbé Tatien, dem ehemaligen langjährigen Pfarrer von Kiruhura, der uns im Jahr 2001 hier in Rheinbach besucht hat. Er ist jetzt Pfarrer der Nachbargemeinde Simbi.

 

Mit aktuellen Informationen und neuem Elan werden wir jetzt mit unserer Arbeit fortfahren. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf partnerschaftlichem, freundschaftlichem Austausch. Wenn wir richtig helfen wollen, ist es unbedingt wichtig, dass wir uns mit unseren anders gearteten kulturellen Hintergründen gegenseitig immer besser kennen lernen.

Maria Kabira (Vors. MEF)

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