LEKTORENDIENST

Dadurch dass Gott in seinem Wort tatsächlich unter uns ist, gewinnt der Dienst des Lektors an besonderer Bedeutung. Denn der Lektor bzw. die Lektorin lesen nicht irgend etwas vor, sondern leihen gleichsam seine/ihre Stimme Gott, der nicht sichtbar, aber doch mitten in der Gemeinde anwesend ist. Es geht also nicht darum, nur verständlich zu lesen, vielmehr gilt es, Gott zu Wort kommen zu lassen. Der Lektor spricht etwas aus, was ein anderer, Gott selbst zu uns spricht. Der Rolle des Lektors entspricht es deshalb, dass er seine Person ganz und gar zurück nimmt, dass er verhalten und doch deutlich spricht, nicht unnötig dramatisierend und gestikulierend, er hat alles zu vermeiden, was so aussieht, als ob er Jesus selbst spielen wollte. Er kann vielmehr darauf vertrauen, dass das Wort wirkt, weil es das Wort eines Mächtigen ist. Er muss nur glauben, dass es Gott ist, der sich an uns richtet. Deswegen steht auch der Ambo meist an einem isoliertem Ort, der Gemeinde gegenüber. Die Worte kommen von wo anders her. Und wo Gott spricht, da ist ein heiliger Ort. Das Konzil spricht ausdrücklich von zwei Tischen, dem Tisch des Wortes und dem Tisch des Mahles. Es hebt den Ambo in besonderer Weise hervor und wertet ihn auf. Von daher kann am Ambo nicht alles stattfinden, was wir heute stattfinden lassen. Hier ist hohe Sensibilität gefragt. „Weil der Ambo der Ort ist“, heißt es in der pastoralen Einführung im Messlektionar (Nr.33), „von dem aus das Wort Gottes verkündet wird, muss er von seinem Wesen her den Lesungen, dem Antwortpsalm und dem österlichen Exultet vorbehalten bleiben. Dennoch können auch die Homilie und das allgemeine Gebet auf Grund ihres inneren Zusammenhangs mit dem Wort-Gottes-Dienst vom Ambo aus vorgetragen werden.“ Die Homilie bzw. die Predigt und die Fürbitten werden also ausdrücklich nur als Kann-Bestimmung angefügt. Wesentlich aber sind die Lesungen und das Exsultet in der Osternacht. Diese Bestimmung macht deutlich, dass irgendwelche Ansagen oder Mitteilungen am Ambo keinen Platz haben. Das ist bestenfalls und nur sehr schweren Herzens duldbar, wenn es sonst keinen Platz in der Kirche gibt, von dem aus man das zu Wort bringen kann. Wenn der Ambo ein heiliger Ort ist, ist er vergleichbar mit dem Altar. Er ist dem Lektor und dem Verkünder des Wortes Gottes vorbehalten. Alles andere hat seinen Platz anderswo, nicht aber am Ambo.

 

Hier übt der Lektor/die Lektorin einen heiligen Dienst aus. Er bzw. sie hat Gott Raum zu geben, damit dessen Wort wirksam wird. Das ist die vornehmste Aufgabe des Lektors. Dementsprechend kann er auch den Antwortpsalm am Ambo vortragen, wenn kein Kantor oder keine Schola zur Verfügung steht.

Die andere Aufgabe, welche die Liturgie dem Lektor oder Lektorin zuschreibt, ist der Vortrag der Fürbitten. Aber sie sehen schon, welch ein großer Unterschied die Verkündigung der Lesungen und das Vorbeten der Fürbitten ist. Im ersten Fall geht es um das Wort Gottes, da wirkt Gott an uns. Die Linie verläuft von oben nach unten. Im zweiten Fall, bei den Fürbitten, geht es darum, dass sich der Mensch bittend an Gott wendet, also von unten nach oben. Von daher ist es zwar möglich, dass der Lektor oder die Lektorin auch die Fürbitten vorträgt, wie es die liturgische Ordnung vorsieht, aber ich persönlich halte es eher für einen Kompromiss, der hier geschlossen wurde. Man kann es bestenfalls vertreten als ein Zeichen für die dialogische Struktur des Gottesdienstes, dass auf Gottes Handeln die Antwort des Menschen folgt und so beides in der Hand des Lektors bleibt, doch ob dieses Zeichen jemand aus der Gottesdienstgemeinde versteht, wage ich zu bezweifeln. Ähnlich ist es, wenn der Lektor, die Lektorin Texte zur Kyrie-Litanei, Meditationstexte zum Kommuniondank o.ä. vorträgt. Es ist erlaubt, aber sinnvoller ist es, wenn andere Sprecher und Sprecherinnen dafür eingesetzt werden. Im Zweifelsfall ist es immer besser, wenn die Liturgie mit vielen Diensten ausgestattet ist. Dann kommt weit besser zum Tragen, dass die Liturgie eine Feier der ganzen Gemeinde ist. Je mehr Dienste eingesetzt werden, um so lebendiger wird die Liturgie. Freilich ist darauf zu achten, dass „jeder, sei er Liturgie oder Gläubiger, in der Ausübung seiner Aufgabe nur das und all das tun soll, was ihm aus der Natur der Sache und aus den liturgischen Regeln zu-kommt“ (SC 28). Wenn jemand alles macht, wenn es keine Vielfalt der Dienste gibt, dann ist die Liturgie in Gefahr, ihren Feiercharakter zu verlieren.

 

Schließlich ist der Lektorendienst der typische Dienst für Laien. Nachdem das Konzil die niedrigen Weihen für den Lektorendienst abgeschafft hat, hat es die Aufgabe des Lektors eindeutig Laien zugeordnet. Im Messbuch heißt es dazu: „Da nach der Überlieferung das Vorlesen nicht dem Vorsteher, sondern einem anderen Mitwirkenden zukommt, soll der Diakon - oder falls keiner da ist - ein anderer Priester das Evangelium verkünden; ein Lektor trage die übrigen Lesungen vor.“ (AEM 34) Es wird als eindeutig gesagt, dass weder Diakon noch Priester die Lesungen vortragen. Sie tragen das Evangelium vor, die Lesungen aber bleiben dem Lektor vorbehalten. Deshalb hat ein Pfarrer nicht ganz Unrecht, wenn er vor dem Gottesdienst sagt, er könne keine Liturgie feiern, wenn nicht jemand da ist, der die Lesung vorträgt.

 

Die Beauftragung erfolgt durch den Pfarrer.

KOMMUNIONHELFER

Die Liturgiereform hat die Aufgabe des Kommunionhelfers (auch „außerordentlicher Kommunionspender“) eingeführt. Er soll den Kranken die Kommunion bringen und den Priester in den Gottesdiensten bei der Austeilung der heiligen Kommunion unterstützen.

 

Die Beauftragung erfolgt durch den Erzbischof und auf Vorschlag des Pfarrers. Voraussetzung für die Beauftragung ist die Teilnahme an einem entsprechenden Einführungskurs.

LEKTOREN- UND KOMMUNIONHELFERPLAN (NUR FÜR DIE KERNSTADT)

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