Maternus-Wallfahrt

Oberdreeser Maternuswallfahrt nach Rodenkirchen

Seit dem Mittelalter pilgern jedes Jahr im August einige Oberdeeser Katholiken zum Hl. Maternus nach Rodenkirchen.

Bis zur 127. Gelöbnisprozession zu Ehren des Hl. Maternus im Jahr 2000 fand die "Rodenkirchener Maternuswallfahrt" traditionsgemäß jeweils am Wochenende nach dem 13. September an 2 Tagen statt.

 

Am Samstagmorgen versammelten sich die Pilger um 8 Uhr in der Pfarrkirche St. Ägidius zu einem Entsendungsgottesdienst, der in den letzten Jahren von den Pilgern als Wortgottesdienst gestaltet wurde.

 

Nach dem Entsendungsgottesdienst machten sich die Fußpilger dann auf den Weg nach Rodenkirchen. Sie wurden von einem Kleinbus begleitet, der insbesondere älteren Pilgern stationsweise Mitfahrgelegenheit bot. Nach einer leiblichen Stärkung und kurzer Mittagsrast im Gemeindehaus der Pfarrgemeinde Walberberg waren die Pilger für die restliche Strecke nach Rodenkirchen gut gerüstet, um dort gegen 15 Uhr am letzten Wegekreuz vor dem Rodenkirchener Ortsschild mit den Buspilgern zusammenzutreffen. Fuß- und Buspilger legten dann das letzte Wegstück bis zur Maternuskirche gemeinsam zurück, wo sie mit fesflichem Glockengeläut empfangen wurden.

 

Nach der Begrüßung durch den Pfarrer und einer kurzen Andacht bestand bis zum Beginn der Abendmesse um 19 Uhr Gelegenheit zur Fuß- und Magenpflege.

 

Plkat Maternuswallfahrt 2009Nach der Abendmesse richteten die Fußpilger im Gemeindehaus der Maternuspfarrei ihr Nachtlager her und nach überstandener Nacht, gestärkt durch ein gemeinsames Frühstück, traten die Fußpilger am Sonntagmorgen den Rückweg nach Oberdrees an.

 

Da die Anzahl der Fußpilger, die das Übernachtungsangebot im Gemeindehaus der Maternuspfarrei wahrnahmen, in den letzten Jahren stetig abnahm, entschlossen sich die Pilger in 2001, die Maternuswallfahrt an einem Tag abzuhalten. Erstmals in der 128jährigen Geschichte der Gelöbnisprozessionen nach Rodenkirchen kehrten Fuß- und Buspilger nach der Abendmesse noch am Samstagabend gemeinsam mit "gecharterten" Kleinbussen und Privat-Pkw's nach Oberdrees zurück. Pater Leo nahm die Pilger an der Bundesstraße in Empfang und begleitete sie bis zur Pfarrkirche, in der die Wallfahrt mit einer feierlichen Schlussandacht beendet wurde.

 

Alle Teilnehmer der 128. Gelöbnisprozession waren sich einig, dass sich die Rodenkirchener Maternusprozession in dieser Form auf einem vielversprechenden neuen Weg befindet. Der feierliche Abschluss der Wallfahrt am Samstagabend mit dem Empfang und der Schlussbegleitung der Pilger durch Pater Leo sowie zahlreiche Gemeindemitglieder gab den rückkehrenden Pilgern wie in jedem Jahr das erfüllte Abschlussgefühl heimatlicher Anteilnahme. Zugleich hatten die - in der Anzahl in den letzten Jahren stetig zunehmenden - Pilger, die aus gesundheitlichen oder familiären Gründen den Rückweg am Sonntag nicht mitgehen konnten, nicht mehr das Empfinden, die Wallfahrt am Samstagabend abzubrechen, sondern sie in der Gemeinschaft mit allen Pilgern und der Anteil nehmenden Pfarrgemeinde abzuschließen.

 

 

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