Pallottikirche
Pallottikirche

Pallottikirche

Die Pallottikirche - Zelt Gottes unter den Menschen

 

Auch in der Pallotti-Kirche des Vinzenz-Pallotti-Kollegs in Rheinbach werden regelmäßig Gottesdienste für die katholische Pfarrgemeinde St. Martin Rheinbach gehalten.

 

Wie ein schützendes Zeltdach umfängt der bergende Raum des Gotteshauses die Besucher und gläubigen Beter. Nicht wie andere moderne Kirchen, die eher einem Allzweckraum gleichen, ist die Pallottikirche wegen ihrer einmaligen Konstruktion ein Ort der Geborgenheit, an dem sich Menschen in Gemeinschaft oder allein angenommen und wohlfühlen. Dazu kommt noch die ausgezeichnete Akustik, die in Gottesdiensten und Konzerten zur vollen Entfaltung kommt.

 

Hier ist ein Ort, an dem sich Gott und die Menschen begegnen, wo Menschen Ruhe und Stille finden in der lauten Hektik des Alltags.

 

Weihbischof Luthe, Köln, weihte am 22. Januar 1971 die neue Vinzenz-Pallotti-Kirche in Rheinbach (der Grundstein wurde 1968 gelegt). Die Kirche, ein Werk des Düsseldorfer Architekten Alois Möhring, ist Mittelpunkt des Vinzenz-Pallotti-Kollegs, das mit seinem staatlich anerkannten Privatgymnasium und Schülerheim ein wesentlicher Bestandteil der Stadt Rheinbach geworden ist.

 

Betritt der Besucher durch die einfachen Holztüren die Kirche, ist er überrascht von der Harmonie und Ausgewogenheit des Raumes. Sechs mächtige Betonbinder, ungetönt, nur gegliedert durch die Maserung der Schalbretter, vereinigen sich in einer sechseckigen Krone und tragen das schwere, durch die schmale Innenverbretterung jedoch leicht wirkende Dach. Harmonie, nach langen Überlegungen und fruchtbaren Diskussionen entstanden, scheint das große Plus dieser Kirche zu sein und sie ist wohl auch der Grund, weshalb dieses Gotteshaus zur Ruhe und zum Gebet einlädt. Der ganze Raum ist auf die Altarzone hingeordnet. Die helle Wand hinter dem Altar und zwischen den dunklen Wänden aus in Belgien geformten Mangansteinen betont vollkommen das Zentrum der Kirche. Ein helles, fast rings um die Kirche laufendes Lichtband - eine Arbeit des Benediktinerbruders Luzius der Abtei Münsterschwarzach - macht in der Altarzone halt und läuft verdeckt senkrecht nach unten, um den Altarraum indirekt zu erhellen.

 

Der Altar, aus Eifeler Basaltlava geschnitten und behauen, wirkt durch seine strenge, geometrisch ausgewogene Form. Modernes Material in einer modernen Kirche - und der Geldbeutel - regten die Kirchenbauer an, Tabernakelstele, Kreuz und Leuchter nicht in Bronze sondern in Aluminium gießen zu lassen, und viele ehemalige Kritiker sind nun überrascht von der Wirkung, die allein vom Material ausgeht. Die Tabernakelstele und das Kreuz, mit Gemmen geschmückt, sind ein Werk der Kunstwerkstätten Maria Laach, nach den Ideen des Bildhauers Biermann. Schützend und bergend umschließt ein drei Meter hohes, auf sechseckigem Grundriss stehendes Gitter den Tabernakel, der gleich einem matten goldenen Würfel durch das Gitterwerk schimmert. Die Orgel, eine Kemperorgel aus Lübeck, hat links neben der Altarzone ihren Platz und gestaltet mit dem Chor das liturgische Geschehen aus der Nähe. Alle Bänke, schwer und massiv, gruppieren sich fast in einem Halbkreis um den Altar und lassen die ganze Gemeinschaft nahe dem Zentrum den Gottesdienst mitfeiern.

 

Mit diesem Kirchenraum ist es gelungen mit alten und zeitgemäßen Materialien eine moderne Kirche zu schaffen, die sich dadurch von vielen anderen neuen Kirchen unterscheidet, dass sie zur Besinnung und zum Beten einlädt.

 

(Beschreibung von Pater Ludwig SAC)

 

Auf dem Gelände des des Vinzenz-Pallotti-Kollegs befindet sich eine Marienkapelle, auch Schönstattkapelle genannt.

Marienkapelle bei den Pallottinern in Rheinbach
Marienkapelle bei den Pallottinern in Rheinbach
Marienkapelle bei den Pallottinern in Rheinbach

Marienkapelle bei den Pallottinern in Rheinbach

Auf dem Gelände des Vinzenz-Pallotti-Kollegs in Rheinbach findet sich eine Marienkapelle, auch Schönstattkapelle genannt. Seit ihrer Außenrenovierung 2006 strahlt sie in sonnigem Gelb, umgeben von weißem Kies.

 

Auf einer Schrifttafel ist zu ihrer noch jungen Geschichte zu lesen:

 

Diese Marienkapelle ist der Wallfahrtskapelle zur „Dreimal Wunderbaren Mutter“ in Schönstatt bei Vallendar / Koblenz nachgebildet. Ihre Entstehung fällt in die harte Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Schüler des Hermann-Josef-Kollegs (heute Vinzenz-Pallotti-Kolleg) wollten Ihr Leben in den Dienst des „Marianischen Weltapostolates im Geist des heiligen Vinzenz Pallotti“ stellen. Sie fanden im Leben der Gottesmutter und unter dem Schutz Mariens den besten und leichtesten Weg auch zu ihrem neuen Lebensziel. So faßten sie den Entschluß, der Gottesmutter eine Kapelle zu bauen. 

 

 

Am 2. Juli 1949 erfolgte der erste Spatenstich, am 18. Oktober 1949 wurde der erste Grundstein gelegt und am 18. Mai 1950 konnte Pater Provinzial Dr. Heinrich Schulte SAC die Kapelle feierlich einweihen.

 

Die Marienkapelle steht auf der Schutthalde, die aus den Trümmern des gegen Ende des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigtem Hermann-Josef-Kollegs hier angefahren wurde. Die „Mutter mit dem Himmelskinde“ möge auch von hier aus die Menschen vor den Zerstörungen und Trümmern weiterer Kriege bewahren. 

 

Diese Kapelle wurde zu Ehren des Dreifaltigen Gottes und zum Lob der Mutter des göttlichen Sohnes errichtet. Mögen alle Besucher, die hier beten, die Hilfe und Fürbitte der Gottesmutter erfahren. Durch Gebet, Opfer und Weihe der täglichen Arbeit an Gott mögen alle Gläubigen mithelfen, im Vertrauen auf die Fürbitte Mariens, daß die Kirche stets erneuert und die ganze Welt zu Christus hingeführt werde.

 

Im Marienmonat Mai finden dort Donnerstags um 17.00 Uhr Marienandachten statt!