Willkommen in unserer Kirche St. Martin Rheinbach


Der Altar ist Mittelpunkt eines Kirchenraumes. Noch heute wird dies in älteren Kirchen am schön gestalteten Hochaltar mit seinen Bildern, Statuen und dem Tabernakel deutlich. Kirchen mit einem Hochaltar haben heute in der Regel zusätzlich einen Altar, der in seiner Form eher einem Tisch ähnlich ist. Um diesen Altartisch, dem " Tisch des Brotes", versammelt sich die Gemeinde im Gedenken an das letzte Abendmahl Jesu zur Feier der "Eucharistie". In dieser Feier schenkt Jesus Christus seine Hingabe am Kreuz, zugleich ist er in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig.

 

Im Altarraum hängt oder steht ein Kreuz. Es ist Zeichen des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Das Kreuz ist das zentrale Symbol für den christlichen Glauben an die Erlösung durch Jesu Tod und Auferstehung. Mit dem Zeichen des Kreuzes beginnen und beenden Christen ihr Gebet. Sie bezeichnen sich auch mit diesem Zeichen beim Betreten der Kirche und tauchen vorher ihre Finger in das Weihwasserbecken.


Der Tabernakel ist der Aufbewahrungsort für das eucharistische Brot, in dem Jesus Christus gegenwärtig bleibt. Deshalb ist der Tabernakel auch besonders künstlerisch gestaltet. Katholische Christen beten vor dem Tabernakel, weil sie an die bleibende Gegenwart Christi unter der Gestalt des Brotes glauben. Vor dem Tabernakel brennt das sogenannte Ewige Licht in einem roten Glasgefäß. Es brennt als Zeichen der bleibenden Gegenwart Jesu Christi ohne Unterbrechung Tag und Nacht, außer am Karfreitag, dem Todestag Jesu.

 

Der Ambo gilt heute als zweiter Mittelpunkt des Kirchenraumes. Er ist der "Tisch des Wortes". Vom Ambo aus wird das Wort Gottes, wie es in der Bibel aufgeschrieben ist, verkündet. Gott selbst ist in seinem Wort gegenwärtig. Vom Ambo aus wird das Wort Gottes in der Predigt ausgelegt. Früher gab es dafür die Kanzel, die meistens erhöht an einem Pfeiler angebracht noch heute in vielen Kirchen zu sehen ist. Sie ist oft mit den Symbolen der Evangelisten verziert.


Das Taufbecken ist der Ort. an dem die Taufe gespendet wird. Taufbecken und Weihwasserbecken am Kircheneingang sind beides Zeichen der Erinnerung an die eigene Taufe und die damit verbundene Aufnahme in die Gemeinschaft der Glaubenden, die Kirche. Daran denken die Gläubigen beim Betreten des Kirchenraumes, wenn sie sich mit dem Weihwasser bekreuzigen.

In vielen katholischen Kirchen findet man Bilder und und Statuen. Auf den Bildern werden zum Beispiel Szenen aus der Bibel oder von Ereignissen aus dem Leben von besonderen Christen, die als Vorbilder im Glauben und als Heilige verstanden werden, dargestellt. Bei Statuen sind die Personen oft mit Attributen (Gegenständen) dargestellt, die einen Bezug zum Leben der Heiligen haben. Katholische Christen rufen Heilige im Gebet als Fürsprecher

bei Gott an.


Die Verehrung Marias, der Mutter Jesu, hat in der katholischen Kirche eine besondere Bedeutung. Sie wird deshalb in vielfältiger Form in den Kirchen dargestellt: als Trostspenderin, als Trauernde (Pieta), als Königin usw.

Die Leidensgeschichte Jesu, die Passion, wird in den Kirchen den Gläubigen bildlich im Kreuzweg vor Augen gestellt. Diese Darstellung soll helfen, sich in das Erlösungsgeschehen zu vertiefen und es sich immer wieder zu vergegenwärtigen.


Kirchen waren seit jeher Orte der Versammlung der Christen, Orte des Gebets und der besonderen Nähe Gottes. Menschen gehen in die Kirche, um miteinanderGottesdienst zu feiern oder um sich allein in Stille und im Gebet Gott zuzuwenden. Die Kirchengebäude und ihre Ausgestaltung geben immer etwas wieder vom Glaubensverständnis der jeweiligen Zeit, in der die Kirche gebaut oder auch neu gestaltet wurde. Sie erzählen davon, wie Menschen ihr Leben im Vertrauen auf Gott verstanden und gestaltet haben. So ist unsere Pfarrkirche nach dem Heiligen St. Martin benannt.

Kirche ist aber mehr: Es ist das Gebäude und es ist die Gemeinschaft der Gläubigen. Kirchen sind Orte, an denen die Freuden, Sehnsüchte und Ängste der Menschen Raum haben. Kirche ist Gemeinschaft von Glaubenden in der die Freuden, Sehnsüchte und Ängste der Menschen Raum haben. Kirchen sind Orte des Fragens, der Gottsuche und des Findens. Kirche ist Gemeinschaft von Glaubenden, in der Fragen, die Suche nach Gott und die Begegnung mit Gott Raum haben. Kirchen sind Orte, an denen sich Himmel und Erde berühren können.