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Begleitung im Sterben, Begräbnis/Bestattung, Trauerbegleitung

Begleitung im Sterben, Begräbnis/Bestattung, Trauerbegleitung

In der Feier der Eucharistie, dem zentralen Gottesdienst unserer Kirche, begeht die Gemeinde Jesu Christi das Geheimnis seines Todes und seiner Auferweckung durch Gott. Von Anfang an ist die Eucharistie deshalb auch das Sakrament im Angesicht des Todes. So wird die Sterbekommunion den Glaubenden zur Stärkung auf ihrem letzten Weg.

Wenn möglich empfangen Sterbende diese „Wegzehrung“ im Rahmen einer Eucharistiefeier. Sie kann aber auch vom Diakon oder einen außerordentlichen Kommunionspender am Sterbebett gereicht werden. In unmittelbarer Todesgefahr, wenn keine Zeit mehr bleibt, die Sakramente der Versöhnung, der Krankensalbung und der Eucharistie einzeln zu begehen, spendet der Priester sie in einer gemeinsamen Feier, dem sog. Versehgang. Durch das Gebet und die begleitenden Zeichen erfahren Sterbende Zuspruch, Versöhnung und Stärkung auf ihrem letzten Weg. 

Im Sterbefall rufen Sie uns an unter:
Priesternotruf: 02225 7040200

Bei der Begräbnisfeier betet die Gemeinde für den Verstorbenen und spricht auch stellvertretend für ihn Gebete und Psalmen. Sie besprengt seinen Leib mit Weihwasser und erinnert so an die Taufe, durch die der Verstorbene mit  dem Tod und der Auferweckung Jesu Christi verbunden ist. In der Begräbnismesse feiert die Gemeinde den Hindurchgang durch das Leiden und den Tod zur Auferstehung hin. Über dem Grab errichtet sie das Kreuz als Zeichen des Erlösers, die Kränze auf dem Grab symbolisieren als Siegeskränze den Sieg über den Tod. Damit wird das Grab zum Ort der Hoffnung und zum Zeichen des Glaubens an die Auferweckung der Toten. Weil die Gemeinde in jeder Eucharistiefeier für die Lebenden und für ihre Verstorbenen betet, drückt sie damit aus, dass alle miteinander verbunden bleiben und niemand vergessen wird.

Mit dem kirchlichen Begräbnis sorgt die Gemeinde für die würdevolle Verabschiedung und Bestattung ihrer Verstorbenen. Gleichzeitig wendet sie sich auch den trauernden Angehörigen und Hinterbliebenen zu. Im Kondolenzgespräch hört sie ihnen zu, drückt ihr Mitgefühl aus und fragt, wie sie die Angehörigen auf verschiedene Weise ideell und tatkräftig unterstützen kann. Die Gemeinde wird den Hinterbliebenen auch bei der Gestaltung der Begräbnisfeier helfen und diese nach Möglichkeit auch mitfeiern. Der Gottesdienst und die Zeichenhandlungen können den Trauernden Halt geben. Durch die Verkündigung des Wortes Gottes erfahren sie den Zuspruch des Trostes und der Hoffnung auf die Auferweckung von den Toten und das ewige Leben bei Gott. Wenn alles organisiert und der Verstorbene bestattet ist, beginnt für die Angehörigen und Hinterbliebenen meist die schwerste Zeit der Trauer. Deshalb hält die Gemeinde Kontakt und versucht, für die Trauernden den Weg zu einem neuen Leben angesichts der Erfahrung des Todes zu erschließen.

Was muss ich in einem Todesfall tun?

  • Nach einer angemessenen Zeit den Arzt (möglichst den Hausarzt) rufen (rechtliche Feststellung des Todes)
  • Den Pfarrer bzw. das Pfarrbüro anrufen (Termin für das Kondolenzgespräch und das Begräbnis/die Bestattung)
  • Einen Bestatter ihrer Wahl und ihres Vertrauens anrufen
  • Ggf. den Verstorbenen aus dem Krankenhaus oder Altenheim nach Hause überführen und dort aufbahren lassen (dabei hilft das Bestattungsinstitut)
  • Dokumente (wie Personalausweis, Totenschein, Stammbuch, Personalausweis, Nachweis zu Krankenversicherung/Rentenkasse, Geburts-, Heirats- Scheidungskurkunden, Testament etc.) zusammentragen
  • Über die Bestattungsform und die Form der Begräbnisfeier entscheiden. Die kirchliche Begräbnisfeier bietet vielfältige Möglichkeiten.
  • Und vor allem: Ruhe bewahren, Zeit nehmen und den Raum für den persönlichen Abschied (mit Bild, Kerze, Kreuz, Blumen etc.) gestalten
  • Möglichst viele Aufgaben selbst übernehmen (Salben, Ankleiden) und gestalten (Todesanzeige, Gottesdienst), die beim Abschied nehmen helfen, aber ggf. auch Unterstützung von Angehörigen und Freunden annehmen
Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal

Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal

 

"Wenn wir gewusst hätten, dass es so eine Hilfe gibt, dann wäre vieles leichter gewesen“. 

- Dies ist in Satz, den wir viel zu oft hören.

Bereits seit 2002 unterstützen wir lebensbedrohlich Erkrankte und deren Familien im häuslichen Umfeld sowie die Menschen, die trauernd zurückbleiben. Diese große Aufgabe können wir nur durch die ehrenamtliche Arbeit von etwa 60 qualifizierten Sterbe- und TrauerbegleiterInnen, mittlerweile drei Koordinatorinnen, einer kleinen Gruppe, die bei Veranstaltungen unterstützt und Flyer auslegt, sowie einem 15köpfigen ebenfalls ehrenamtlichen Vorstand bewältigen, da die Anfragen nach einer Begleitung stetig steigen.

In Meckenheim und Rheinbach wird zudem jeweils zwei Mal im Monat ein Gesprächscafé für Trauernde angeboten.

Die Hospizbewegung hat schon viel erreicht, aber die Arbeit mit Trauernden muss immer noch vollständig über Spenden finanziert werden. Als eingetragener Verein finanzieren wir uns aus öffentlichen Zuschüssen, den Spenden z.B. anlässlich von runden Geburtstagen oder Trauerfeiern sowie den Beiträgen von ca. 360 Mitgliedern. Diese Gelder sichern unser Fortbestehen.

Unsere Hilfe bieten wir immer unentgeltlich, da Würde nicht bezahlbar ist. JEDER soll sich unsere Unterstützung leisten können – dies gehört zu unserem Selbstverständnis.

Als Vorsitzender steht uns bereits viele Jahre Prof. Dr. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik für Palliativmedizin Uni-Bonn, Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin auch mit seiner Expertise zur Seite.

Wir alle unterstützen SIE sehr gerne mit Herz und Sachverstand.

Koordinatorinnen: Dr. Ailing Kleefuß-Lie, Andrea Kleinfeld, Claudia Wilmers

Die Koordinatorinnen sind Ansprechpartner für lebensbedrohlich Erkrankte, Trauernde und alle, die sich an dieser Arbeit beteiligen möchten.

Ökumenische Hospizgruppe e. V. Rheinbach | Meckenheim | Swisttal

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Pastoralbüro St. Martin Rheinbach

Pastoralbüro St. Martin Rheinbach

Langgasse 12a
53359 Rheinbach

Weitere Informationen und Angebote unter www.abschied-trost.de