Katholische Kirche Rheinbach:BEWEGENDER GOTTESDIENST AM FÜNFTEN JAHRESTAG DER FLUT


BEWEGENDER GOTTESDIENST AM FÜNFTEN JAHRESTAG DER FLUT
Mit einem bewegenden und sehr gut besuchten ökumenischen Gottesdienst haben die Kirchen, die Stadt Rheinbach, die Feuerwehr und viele Bürger am fünften Jahrestag der Flutnacht vom 14./15. Juli 2021 gedacht.
Auf einem Holzkreuz in der St.-Martin-Kirche konnten die Besucherinnen und Besucher Kerzen abstellen zum Andenken an die vielen Opfer und Geschädigten. Pfarrer Bernhard Dobelke von der katholischen Pfarrgemeinde erinnerte unter anderem mit dem zweiten "Ahrpsalm" von Pfarrer Stephan Wahl an das Leid vieler Menschen und an ihre verzweifelten Rufe zu Gott.
Pastor Denis Wiens von der Freien evangelischen Gemeinde dankte vor allem den unzähligen Helferinnen und Helfern aus Rheinbach selbst und aus ganz Deutschland und darüber hinaus, die schon unmittelbar nach der Katastrophe mit angepackt hatten, um das Leid der Betroffenen zu lindern.
Und Pfarrer Malte große Deters von der evangelischen Kirchengemeinde verwies unter anderem darauf, dass Gott auch im Leid immer bei den Menschen sei und dass auch in den dunkelsten Zeiten immer wieder helle Momente durchschimmerten als Zeichen der Hoffnung. Als symbolisches Zeichen dafür verteilten die drei Geistlichen nach dem Segen kleine Bernsteine an die Besucher.
Nach dem Gang zur Gedenkstele an der Ecke Stadtpark/Neugartenstraße erinnerte Bürgermeister Daniel Phiesel an die Opfer der Flut und daran, wie unterschiedlich die Menschen auch in Rheinbach diese Nacht vor fünf Jahren erlebt hatten: Während die einen verzweifelt um ihr Leben kämpften, bekamen andere nur gut 100 Meter entfernt erst etwas von der Katastrophe mit, als plötzlich der Strom ausfiel. Er verwies auf die drei wichtigen Worte Gedenken - Zusammenhalten - Danken auf der Stele und beendete die Gedenkstunde mit einer Schweigeminute und mit einem Gebet.
Text und Fotos: Gottfried Bohl